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Silberfische loswerden

Silberfische (der korrekte Name lautet “Silberfischchen” [Lepisma saccharina]) sind kleine, silber schimmernde und flügellose Insekten. Ob in der Küche, im Schlafzimmer oder im Bad: diese lichtscheuen Krabbeltiere lieben hohe Luftfeuchtigkeit und sind daher (fast) überall in der Wohnung anzutreffen. Grundsätzlich sind Silberfische harmlos. Sie beißen oder zwicken nicht, sie sind weder gefährlich noch giftig. Dennoch vermehren sie sich unter günstigen Lebensbedingungen rasch und können schnell zur Plage werden.

Allerdings sollten Sie bei einem Silberfischbefall nicht lange warten und die Population der kleinen Insekten zeitnah eindämmen. Dabei ist nicht zwingend ein Kammerjäger notwendig. Das bedeutet, Sie können diese ungebetenen Gäste selbst mit einer Silberfischfalle ködern oder deren Nester mit einem Spray bekämpfen.

Folgende Produkte helfen Ihnen, Silberfische schnell loszuwerden*:

Produkt EFFECT Silberfisch Ungeziefer-Spray 500ml Quiko Ardap Ungezieferspray 750 ml COMPO Ungeziefer-Köderdose Nexa Lotte Silberfischchen-Köder – 3 Stück
Preis ca. 12,80 €  ca. 16,56 €  ca. 7,99 €  ca. 7,49 €
Bewertung bei Amazon  Amazon Kundenbewertung4,7 von 5 Sternen  Amazon Kundenbewertung4,6 von 5 Sternen  Amazon Kundenbewertung2,9 von 5 Sternen  Amazon Kundenbewertung2,5 von 5 Sternen
Pluspunkte
  • speziell zur Bekämpfung von Silberfische entwickelt – mit Sofortwirkung
  • auf Wasserbasis ohne Treibgase, daher ohne lästigen Gerüche und hinterläßt keine Flecken
  • auch vorbeugend anwendbar mit Langzeitwirkung
  • Hilft gegen jede Art von Ungesziefer, auch gegen Silberfische
  • mit Sofort- und Langzeitwirkung bis zu 6 Wochen
  • im Haushalt, in Wirtschaftsräumen und sogar in Tierbestallungen anwendbar
  • läßt sich auf Holz, Polster und im Raum verteilen, ohne Flecken zu hinterlassen
  • Kindersichere Köderdose mit effektiver Wirkstoff-Lockstoffkombination
  • Ideal zur Anwendung im Haus, in Gaststätten und in Verkaufsräumen
  • Zuverlässige Wirksamkeit durch hervorragende Lockwirkung
  • Wirkungsdauer mindestens 4 Wochen
  • Klebefallen sind insektizidfrei und daher besonders umweltfreundlich
  • Einsehbare Fangfläche zur Erfolgskontrolle
  • die Fallen sind Feuchtigkeitsbeständig und daher für alle Räume geeignet
  • Unauffällige Anwendung
  • Wirkungsdauer ca. 3 Monate bzw. bis die Falle voll besetzt ist

Mittel gegen Silberfische – detaillierte Beschreibung

Sprays:

Ein umweltschonendes Mittel ist das EFFECT Silberfisch Ungeziefer-Spray*:

Dieses Spray nutzt Wasser als Trägerstoff und besitzt keine Treibgase. Anders als bei anderen Insektiziden werden die Tiere nicht sofort getötet. Dieses Mittel greift deren Nervensystem an wodurch diese dann verenden.
Die Anwendung ist etwas langwieriger, jedoch etwas umweltfreundlicher als das Spray von Quiko. Die Nester müssen bei starkem Befall mehrmals (alle 2 Wochen) eingesprüht werden. Der Nachteil besteht darin, dass für ein effektives Bekämpfen der Silberfische mit EFFECT (vor allem wenn nach strikter Anleitung verfahren wird) schon einmal 3-4 Sprays benötigt werden.
Nach dem Besprühen sollten die Räume ausreichend gelüftet werden.

Das Spray von Quiko* hat eine hohe und lang andauernde Wirksamkeit (bis zu 6 Wochen) und kann in (Tier-)Haushalten angewendet werden. Leider ist diese Spray umweltgefährlich und muss über den Problemabfall entsorgt werden. Außerdem ist dieses Mittel sehr giftig für Wasserorganismen.
Die Anwendung ist von kurzer Dauer, d.h. es werden lediglich die Fugen, Ritzen oder andere Nester der Silberfischchen kurz besprüht. Die Tiere werden durch das Gift getötet bzw. wenn Sie mit den besprühten Stellen in Kontakt kommen. Das Spray wirkt bis zu 6 Wochen nach dem Besprühen in die Ritzen und Oberflächen. Danach kann der Vorgang wiederholt werden.

Köderdosen:

Als Köderdosen hat sich der Compo Ungeziefer-Köder* als besonders wirksam herausgestellt: Dieser Köder ist geruchlos und kindersicher und kann im (Tier-)Haushalt aufgestellt werden. Er beinhaltet einen chemischen Lockstoff, der Silberfische anlockt und nach Aufnahme eines Teils des Lockstoffs die Tiere abtötet. Diese Lockpaste trocknet auch nach längerer Anwendung nicht aus.
Die Anwendung soll laut Hersteller so lange dauern, bis keine Silberfischchen mehr in den Räumen auftreten. Dabei ist die Köderdose dort aufzustellen, an der Silberfischnester vermutet werden (siehe auch Tipps unter Klebefallen). Achten Sie beim Aufstellen darauf, dass die Dosen flach auf dem Boden aufliegen, damit die Silberfische auch die Möglichkeit haben, den Doseneingang zu erreichen und nicht unter der Dose durch laufen.
Wir empfehlen Ihnen ein Aufstellen dieser Köderdosen bis maximal 3 Monate. Danach sollte eine 3-4 wöchige Pause erfolgen, in der Sie mit Klebefallen den Silberfischbestand in Ihrem Haushalt überprüfen können. Sollten noch viele Tierchen in die Klebefallen laufen, empfehlen wir eine Wiederholung der Anwendung mit der Köderdose.
Der Nachteil (aller) Köderdosen ist, dass sie umweltschädlich sind und der Doseninhalt sehr giftig für Wasserorganismen ist.

Klebefallen:

Mit Hilfe von Klebefallen lässt sich nicht nur die Population der Silberfische in Ihrem Haushalt stark einschränken, sondern Sie können auch anhand der Anzahl der „gefangenen“ Krabbeltierchen prüfen, ob der Befall in Ihrem Haushalt gering oder stark ist. Dazu empfehlen wir die Nexa Lotte Silberfischchen-Falle*:

Diese Klebefalle ist feuchtigkeitsbeständig und kann daher auch in Nassräumen beziwhungsweise in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer oder Keller aufgestellt werden. Das ist wichtig, damit sich die Klebefalle nach dem Aufstellen nicht wieder aufrichtet.
Weiterhin ist der hochwirksame Klebefilm, auf dem die Silberfischchen festkleben bleiben, insektizidfrei. Der Klebefilm ist lediglich mit einem Duftstoff aromatisiert (Pheromone), der die Tiere anlockt, jedoch von Menschen nicht wahrgenommen wird. Das Material dieser Klebefalle ist umweltfreundlich und sicher für Kinder und Haustiere.

Welche Klebefalle gegen Silberfischchen eigent sich für mich?

Es gibt viele Arten von Klebefallen von diversen Anbietern. Teilweise enthalten die Klebefilme anderer Anbieter jedoch Insektizide. Darauf sollten Sie achten, wenn kleine Kinder oder Haustiere mit in Ihrem Haushalt leben. Außerdem gibt es Klebefallen, die komplett frei von Duftstoffen (Pheromone) sind, die aber durch den Fallensteller mit verschiedenen Duftstoffen bestückt werden können (abhängig vom Schädling, den man loswerden will). Daher bevorzugen wir die hier vorgestellte Klebefalle, da diese speziell Silberfische anzieht und uns zusätzlich mit Ihrer Fangqualität überzeugt hat.

Wo stelle ich die Klebefallen am besten auf?

Diese Fallen werden dort aufgestellt, wo Sie Nester der Silberfischchen vermuten. Achten Sie jedoch darauf, daß die Unterseite der Falle, auf dem der Klebefilm angebracht ist, flach auf dem Boden liegt, damit die Fischchen in die Falle laufen, und nicht darunter durch.

Sind Sie unsicher, wo sich die Tierchen tagsüber bei Ihnen verkriechen, können folgende Hinweise für Sie hilfreich sein:

  • in der Küche halten sich die Silberfische meist in der Nähe des Kühlschrankes auf, da der Kühlschrank Wärme produziert
  • im Bad in defekten Fugen (Fugen mit Risse) oder auch in der Nähe von Warmwasserleitungen

Sind die Fallen bereits nach Tagen voll gelaufen, ersetzen Sie diese bitte durch neue Fallen.

Wie oft sind Klebefallen gegen Silberfischchen aufzustellen?

Nachdem die Fallen einige Wochen ohne nennenswerten Fangerfolg ausgelegt wurden, sind hoffentlich keine (oder nur noch wenige) Silberfischchen mehr in Ihrem Haushalt. Sollten Sie die Tierchen dennoch weiterhin regelmäßig antreffen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • die Tierchen verstecken sich in Nester, die Sie bisher noch nicht ausfindig machen konnten
  • Die bisher aufgestellten Fallen sind nicht korrekt platziert, d.h. zu weit weg von den Versteckenangebracht

Alternativ bietet sich der Einsatz von Köderdosen oder Sprays über einen gewissen Zeitraum an. Möchten Sie überhaupt keine chemischen Mittel einsetzen, bieten sich gegegbenenfalls alternative Bekämpfungsmethoden mit Hausmittel an.

Hat sich in der Vergangenheit in Ihrer Wohnung ein ganzes Silberfischorchester aufgehalten und Sie diese Plagegeister erfolgreich mit dem Einsatz von Klebefallen loswerden konnten ist es ratsam, alle paar Monate Klebefallen aufzustellen um so den Silberfischchenbestand zu „messen“. Das gleiche gilt, wenn Sie Köderdosen oder Sprays eingesetzt hatten und nun (hoffentlich) keine Silberfische mehr im Haushalt anzutreffen sind. Denn ein Überprüfen des Bestandes schadet nie! Und wenn sich in Ihrer Wohnung schon einmal Silberfischchen eingenistet hatten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Tierchen in irgendwelchen Ritzen, Fugen oder Kanten überlebt haben.

Wo leben Silberfischchen?

Wissenswertes über Silberfischchen

Silberfischchen gehören zu den Arten der Fischchen, die bereits seit mehr als 300 Millionen Jahren auf unserem Planeten leben.

Silberfische (Lepisma saccharina) loswerden

[Bild 1 – Silberfischchen]

Die aus Ostasien stammenden Urinsekten gehören zu den ältesten Tiergruppen. Neben den Silberfischchen gibt es artverwandte Fischchen, wie beispielsweise das Ofenfischchen oder aber auch das Papierfischchen. In Deutschland sind Silberfischchen deutlich am weitesten verbereitet. Jedoch sind auch Ofenfischchen und Papierfischchen hierzulande anzutreffen und können mit den gleichen Methoden geködert werden. Die folgende Beschreibung widmet sich speziell dem Silberfisch.

Sie lieben Wärme in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit und sind nachtaktiv. Daher sind sie oft nachts im Badezimmer oder in der Waschküche anzutreffen, da dort die Lebensbedingungen sehr günstig sind.

Silberfischchen können bis zu 15 mm lang werden und die Lebenserwartung der Tierchen liegt zwischen 4 und 6 Jahren.

grosse Silberfischchen

[Bild 2 – Silberfischchen können bis zu 15 mm groß werden]

Lebensweise der Silberfischchen

Die kleinen lichtscheuen, flügellosen Insekten ernähren sich vorzugsweise von Kohlenhydraten wie Zucker und Stärke. Daher sind Silberfischchen auch unter dem Namen “Zuckergast” bekannt.

Aber auch Haare und Hautschuppen stehen auf ihrem Speiseplan sowie tote Insekten (z.B. tote Fliegen). Sehen Sie dazu auch folgendes Video:

Sogar Milben, deren Kot wiederum bei Menschen Allergien auslösen kann sowie Schimmelpilze in Dusche oder Bad sind als Nahrung sehr beliebt. Aus diesem Grund werden Silberfische an anderen Stellen auch gerne als Nützling bezeichnet. Dem ist zuzustimmen – sofern sie nur vereinzelt und nicht in Massen auftreten.

Silberfischchen sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädigend und nicht als Krankheitsüberträger bekannt.

Dennoch können sie durch ihren Kot Lebensmittel (Müsli, Nüsse) verunreinigen. Auch Textilien und Papier (Buchseiten, Tapeten) können diese Tierchen mit ihrem Schab- und Lochfraß schädigen. Das passiert vor allem dann, wenn sie in Massen auftreten. Ist der Silberfischbefall hoch und sind die Lebensbedingungen günstig, wird der Speiseplan gerne erweitert:

Denn was die Silberfischchen so einzigartig macht ist die Tatsache, dass diese Tierchen als einziger Pflanzenfresser ohne Mithilfe von Bakterien im Magen Zellulose verdauen können. Zellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und besteht aus einer Vielzahl miteinander verknüpfter Zuckereinheiten. Daher knabbern Silberfische gerne Textilien wie Gardinen oder Kleidung sowie Papier wie Buchseiten oder Tapeten an.

Aus diesem Grunde sollten Sie die Population der Tiere in Ihrem Haushalt stark einschränken.

Leider sind Silberfischchen auch in der Lage, mehrere Monate gänzlich ohne Nahrung auszukommen. Ein immer wiederkehrendes Überprüfen des aktuellen Population ist absolut notwendig! Effektiv kann das Monitoring beispielsweise mit Klebefallen durchgeführt werden.

Fortpflanzung der Silberfischchen

Doch wo leben und entstehen Silberfische?

Unter günstigen Raumtemperaturen (25° – 30° Celsius) und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 80% vermehren sich die Tiere rasant und werden schnell zur Plage. Aus diesem Grund ist der Waschraum, Küche und Bad ein beliebter Aufenthaltsort. Kälte und Trockenheit mögen sie dagegen nicht – unter solchen ungünstigen Bedingungen ist eine Fortpflanzung nicht möglich.

Die Fortpflanzungmethode ist die indirekte Samenübertragung:

Die Männchen legen ihren Samen gebündelt am Boden ab. Damit das Weibchen in der Lage ist die Samenbündel zu finden, werden diese vom Männchen mit Fäden überzogen.

Im Zuge des Paarungsrituals wird das Weibchen an die Stelle der mit Fäden überzogenen Samenbündel geführt. Das Weibchen nimmt mit ihrem Eiablageapparat die Samenbündel auf. Somit kann die Befruchtung der Eier innerhalb des Weibchens stattfinden.

Danach legt das Weibchen ca. 50-80 befruchtete Eier mit Hilfe ihres Eiablageapparats in Spalten und Ritzen ab. Die Anzahl der Eier sowie das Wachstum der Jungtiere sind stark abhängig von den Lebensbedingungen vor Ort. Unter optimalen Lebensbedingungen schlüpfen die Larven nach ca. 4 Wochen.

Silberfischchen häuten sich sehr oft innerhalb ihrer Entwicklung:

Jungtiere haben noch keine silber-grau schimmernde, sondern eher eine braune Haut. Erst nach der 3. Häutung erhalten die Fischchen bereits ihre silber-grau schimmernde Farbe.

alte und junge Silberfischchen

[Bild 3 – junge Silberfischchen sind deutlich heller als ausgewachsene und haben noch keine silber-grau schimmernde Haut]

Bis das Silberfischchen geschlechtsreif ist, häutet es sich bis zu 10 Mal. Der Entwicklungsprozess kann zwischen 6 Monaten und 2 Jahre dauern und ist wie oben erwähnt stark abhängig von den Lebensbedingungen, die die Tierchen in der Wohnung vorfinden.

Bei Trockenheit und Kälte ist keine Vermehrung möglich. Daher sollten Sie die Lebensbedingungen für die Insekten so unangenehm wie nur möglich gestalten.

Bildmaterial über die faszinierenden Tiere finden Sie überigens unter Bilder und Videos.

Natürliche Fressfeinde

Als natürliche Fressfeinde sind folgende Tiere bekannt:

– Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia)

– Spinnen (z. B. Steatoda triangulosa)

Steatoda Triangulosa ist eine Spinnenart, die in unseren Gefilden in Wohnungen und Gebäuden angetroffen werden kann. Sie gehört zu der Familie der Kugelspinnen. Diese Spinnenart ist jedoch nicht im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Weiterführende Infos über die Verbreitungsgebiete und Lebensweise dieser Spinnen erfahren Sie im Wiki des Spinnen-Forums und auf Tierdoku.com.

Steatoda Triangulosa

[Bild 4 – Steatoda Triangulosa – Ansicht 1]

Steatoda Triangulosa - Ansicht 2

[Bild 5 – Steatoda Triangulosa – Ansicht 2]

Die Steatoda Triangulosa spinnt von einem Versteck aus in Bodennähe ein dreidimensionales Netz. So lauert sie auf Insekten, die in das Netz laufen. Meistens befindet sich das Netz vor Ritzen und Spalten an den Wänden. Im folgenden Foto wurde das Spinnenetz am Boden vor einer Ritze errichtet, in der auch Silberfische ihre Nester haben:

Steatoda Triangulosa mit Silberfischchen

[Bild 6 – Steatoda Triangulosa mit Silberfischchen]

Steatoda Triangulosa sind ungiftig.

Vorbeugung vor einem Silberfischbefall

Die Vorbeugung vor einem erneuten Silberfischbefall ist der nächste wichtige Schritt, nachdem Sie die Tierchen erfolgreich aus Ihrem Haushalt verbannt haben. Denn eines steht fest: Obwohl augenscheinlich keine dieser flügellosen Insekten mehr bei Ihnen zu Hause anzutreffen ist, heißt das noch lange nicht, dass der Kampf gewonnen ist.

Lebensbedingungen unattraktiv gestalten als Vorbeugung

Viele Menschen setzen einen Silberfischbefall gleich mit mangelnder Hygiene im Haushalt. Daher rufen diese Tierchen bei den meisten Menschen Ekel hervor. Dennoch hat ein Befall nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun:

Silberfischchen lieben warme Raumtemperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Unter optimalen Bedingungen ist eine rasante Fortpflanzung der Tierchen möglich.

Mit dem Wenko Raumentfeuchter ist es möglich, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu senken und sorgt zudem für ein gesundes Raumklima. Sollte der Behälter bereits nach einem Monat gefüllt sein, ist die Raumfeuchtigkeit grundsätzlich zu hoch. Hier sollten die Ursachen dafür näher erforscht werden. Weiter unten ist beschrieben, wie eine zu hohe Raumfeuchtigkeit gesenkt werden kann.

 

Da Silberfischchen bei der Futtersuche weniger wählerisch sind, ist die Gefahr groß, dasssie in den Räumen bleiben, in dem sie sich bereits eingenistet haben. Auch wenn Sie dann Ihre Wohnung bzw. die betroffenen Räume ständig sauber halten, die Tierchen sind leider nicht so einfach loszuwerden, da sie großartige Überlebenskünstler sind.

Die Räume regelmäßig naß aufzuwischen bringt daher nur insofern Vorteile, dass Silberfischchen die Nahrungsquelle auf dem Fußboden entzogen sowie die Vermehrung in Form der Eiablage gestört wird.

Silberfischchen im Haus – Ursachen

Warum sich dann gerade in Ihrem Haushalt Silberfischchen wohlfühlen, kann verschiedene Gründe haben und muss nicht unbedingt selbstverschuldet sein. Im Folgenden zählen wir für Sie einige mögliche Ursachen auf und was Sie dagegen tun können

Silberfischchen in der Wohnung

Grundsätzlich können sich Silberfische immer in Ihrer Wohnung einnisten, auch ganz ohne “Selbstverschulden”. In der heutigen Zeit der Massenpaketversendungen ist es gar nicht mal so sehr unwahrscheinlich, dass Sie ein Postpaket erhalten, in dem es sich bereits Silberfischchen gemütlich gemacht haben. Denken Sie nur an die großen Verteilzentren der Paketdienste – auch wenn hier gegen Ungeziefer vorgegangen wird – Silberfischchen sind leider nur schwer wieder loszubekommen. Vorbeugung ist in einem solchen Fall nahezu unmöglich.

Weitere Gründe können marodes oder feuchtes Bauwerk sein. Silberfischchen mögen Feuchtigkeit. Unter solchen Bedingungen können sich die Tiere völlig frei entfalten. Weil sie sich unter anderem auch von Schimmelpilzen ernähren, ist es ratsam, das Bauwerk näher unter die Lupe zu nehmen. Sollten Sie bei einer Überprüfung Ihres Bauwerks auf Schimmelbefall stoßen, bitte sofort einen Sachverständigen einschalten! Denn in einem solchen Fall sind Silberfischchen das geringste Problem – hier geht es um Ihre Gesundheit!

Silberfischchen in Küche und Bad

In Küche und Bad halten sich Silberfische am allerliebsten auf. Warum? Weil hier in der Regel eine höhere Luftfeuchtigkeit als in allen anderen Räumen Ihrer Wohnung herrscht. Silberfischchen lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit – und sowohl in der Küche als auch im Bad finden sie problemlos Nahrung, um dort überleben zu können. In der Küche locken vor allem zuckerhaltige Essensreste, im Bad vor allem Hautschuppen oder Haare an. Je nach Hygienezustand sind hier die Silberfischchen in der Lage, sich in kurzer Zeit rasant zu vermehren.

Da Küche und im Bad in der Regel über einen oder mehrere Wasseranschlüsse verfügen, können auch defekte oder nicht verschlossene Abwasserleitungen Ursache für die unliebsamen Mitbewohner sein. Silberfischchen sind durchaus in der Lage, durch das Abwassersystem in Ihren Wohnbereich zu gelangen. Zur Vorbeugung ist es ratsam, defekte Abwasserleitungen auszutauschen und nicht verschlossene Abwasserleitungen derart abzudichten, damit die Tierchen nicht ungehindert Ihren Wohnbereich betreten können.

Silberfischchen im Bett

Auch das Schlafzimmer ist ein gern besuchter Platz der Silberfischchen. Die Fischchen finden hier neben Staub weitere Nahrungsmittelquellen in Form von Hausstaubmilben sowie deren Kot. Besonders nachts, im Schlaf gibt der Mensch noch zusätzliche Luftfeuchtigkeit an die Umgebung ab. Das sorgt dafür, dass im Schlafzimmer die Luftfeuchtigkeit rapide ansteigt und sich die Silberfische dadurch noch wohler im Schlafzimmer fühlen.

Zur Vorbeugung sollte der Schlafraum regelmäßig gelüftet werden. 3-4 Mal am Tag für jeweils 10 Minuten Stoßlüften sollte hier ausreichen. Auch wird empfohlen, nachts die Schlafzimmertür nicht zu schließen, um einer hohen Luftfeuchtgkeit vorzubeugen.

Was können Sie nun aber tun, um einem (erneutem) Silberfischchenbefall vorzubeugen bzw. damit die Population von Silberfischchen in Ihrem Haushalt nicht weiter zunimmt?

Lösungsansätze – Vorbeugung

  • Stoßlüften (3-4 Mal am Tag für jeweils 10 Minuten)
  • Wäsche im Freien trocknen, nicht in geschlossenen Räumen
  • kochendes Wasser in Badewannen- und Waschbeckenausguss schütten und diese über Nacht verschließen
  • mit Silikon Fugen und Fußleisten abdichten, um die Versteckmöglichkeiten einzudämmen
  • Zitronen- und Lavendelöl an Fugen und in Ritzen träufeln
  • Backpulver auslegen
  • Schalen mit Salmiakwasser auslegen, was die Silberfischchen vertreibt

Mit der Umsetzung der ersten 4 Punkte sind Sie in der Lage, die Lebensbedingungen der Tierchen sehr unattraktiv zu gestalten.

Die beste vorbeugende Maßnahme ist unser Erachtens nach das Stoßlüften.

Beim Stoßlüften werden alle gegenüberliegenden Fenster weit geöffnet (nicht gekippt!). Stoßlüften verschlechtert die Lebensbedingungen von Silberfischchen, da die feuchte, warme Luft durch frische, trockene Luft ausgetauscht wird und kann somit die rasante Fortpflanzung der Silberfischchen eindämmen.

Die letzten drei Punkte hören sich sehr homöopatisch an und stellen wir stark in Frage, da Sie mit diesen Maßnahmen die Silberfischchen vermutlich nur von Zimmer A nach Zimmer B vertreiben.

 

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