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Wissenswertes über Silberfischchen

Silberfischchen gehören zu den Arten der Fischchen, die bereits seit mehr als 300 Millionen Jahren auf unserem Planeten leben. Die aus Ostasien stammenden Urinsekten gehören zu den ältesten Tiergruppen.

Sie lieben Wärme in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit und sind nachtaktiv. Daher sind sie oft nachts im Badezimmer oder in der Waschküche anzutreffen, da dort die Lebensbedingungen sehr günstig sind.

Silberfischchen können bis zu 15 mm lang werden und die Lebenserwartung der Tierchen liegt zwischen 4 und 6 Jahren.

grosse Silberfischchen

[Bild 2 – Silberfischchen können bis zu 15 mm groß werden]

Lebensweise der Silberfischchen

Die kleinen lichtscheuen, flügellosen Insekten ernähren sich vorzugsweise von Kohlenhydrate wie Zucker und Stärke. Daher sind Silberfischchen auch unter dem Namen “Zuckergast” bekannt.

Aber auch Haare und Hautschuppen stehen auf ihrem Speiseplan sowie tote Insekten (z.B. tote Fliegen, tote Silberfischchen). Sehen Sie dazu auch folgenden Beitrag:

Sogar Milben, deren Kot wiederum bei Menschen Allergien auslösen kann und Schimmelpilze sind bei den Silberfischchen als Nahrung beliebt. Aus diesem Grund werden diese an anderen Stellen auch gerne als Nützling bezeichnet. Dem ist zuzustimmen – sofern sie nur vereinzelt und nicht in Massen auftreten.

Silberfischchen sind grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich und nicht als Krankheitsüberträger bekannt.

Dennoch können sie durch ihren Kot Lebensmittel (Müsli, Nüsse) verunreinigen. Auch Textilien und Papier (Buchseiten, Tapeten) können diese Tierchen mit ihrem Schab- und Lochfraß schädigen. Das passiert vor allem dann, wenn sie in Massen auftreten. Treten Silberfischchen in Massen auf und sind die Lebensbedingungen günstig, wird der Speiseplan gerne erweitert:

Denn was die Silberfischchen so einzigartig macht ist die Tatsache, dass diese Tierchen als einziger Pflanzenfresser ohne Mithilfe von Bakterien im Magen Zellulose verdauen können. Zellulose ist der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände und besteht aus einer Vielzahl miteinander verknüpfter Zuckereinheiten. Daher knabbern Silberfische gerne Textilien wie Gardinen oder Kleidung sowie Papier wie Buchseiten oder Tapeten an.

Aus diesem Grunde sollten Sie die Population der Silberfischchen in Ihrem Haushalt stark einschränken.

Leider sind Silberfischchen auch in der Lage, mehrere Monate gänzlich ohne Nahrung auszukommen. Ein immer wiederkehrendes Überprüfen des aktuellen Silberfischchenbefalls ist absolut notwendig!

 

Fortpflanzung der Silberfischchen

Unter günstigen Raumtemperaturen (25° – 30° Celsius) und einer Luftfeuchtigkeit von mehr als 80% vermehren sich Silberfischchen rasant und werden schnell zur Plage.

Die Fortpflanzungmethode der Fischchen ist die indirekte Samenübertragung:

Die Männchen legen ihren Samen gebündelt am Boden ab. Damit das Weibchen in der Lage ist die Samenbündel zu finden, werden diese vom Männchen mit Fäden überzogen.

Im Zuge des Paarungsrituals wird das Weibchen an die Stelle der mit Fäden überzogenen Samenbündel geführt. Das Weibchen nimmt mit ihrem Eiablageapparat die Samenbündel auf. Somit kann die Befruchtung der Eier innerhalb des Weibchens stattfinden.

Danach legt das Weibchen ca. 50-80 befruchtete Eier mit Hilfe ihres Eiablageapparats in Spalten und Ritzen ab. Die Anzahl der Eier sowie das Wachstum der Jungtiere sind stark abhängig von den Lebensbedingungen vor Ort. Unter optimalen Lebensbedingungen schlüpfen die Larven nach ca. 4 Wochen.

Silberfischchen häuten sich sehr oft innerhalb ihrer Entwicklung:

Jungtiere haben noch keine silbrig-grau schimmernde, sondern eher eine bräunliche Haut. Erst nach der 3. Häutung erhalten die Fischchen bereits ihre silbrig-grau schimmernde Farbe.

alte und junge Silberfischchen

[Bild 3 – junge Silberfischchen sind deutlich heller als ausgewachsene und haben noch keine silbrig-grau schimmernde Haut]

Bis das Silberfischchen geschlechtsreif ist, häutet es sich bis zu 10 Mal. Der Entwicklungsprozess kann zwischen 6 Monaten und 2 Jahre dauern und ist wie oben erwähnt stark abhängig von den Lebensbedingungen, die den Silberfischchen geboten werden.

Bei Trockenheit und Kälte ist keine Vermehrung möglich. Daher sollten Sie die Lebensbedingungen für die Insekten so unangenehm wie nur möglich gestalten.

Natürliche Fressfeinde

Als natürliche Fressfeinde sind folgende Tiere bekannt:

– Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia)

– Spinnen (z. B. Steatoda triangulosa)

Steatoda Triangulosa ist eine Spinnenart, die in unseren Gefilden in Wohnungen und Gebäuden angetroffen werden kann und gehört zu der Familie der Kugelspinnen. Diese Spinnenart ist jedoch nicht im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Weiterführende Infos über die Verbreitungsgebiete und Lebensweise dieser Spinnen erfahren Sie im Wiki des Spinnen-Forums und auf Tierdoku.com.

Steatoda Triangulosa

[Bild 4 – Steatoda Triangulosa – Ansicht 1]

Steatoda Triangulosa - Ansicht 2

[Bild 5 – Steatoda Triangulosa – Ansicht 2]

Die Steatoda Triangulosa spinnt von einem Versteck aus ein dreidimensionales Netz und lauert so auf Insekten, die in das Netz laufen. Im folgenden Foto wurde das Spinnenetz am Boden vor einer Ritze errichtet, in der sich auch Silberfische verstecken:

Steatoda Triangulosa mit Silberfischchen

[Bild 6 – Steatoda Triangulosa mit Silberfischchen]

Steatoda Triangulosa sind ungiftig.